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Familienrechtsgutachten

 

Psychologische Sachverständigengutachten im Familiengerichtsverfahren werden von mir im Auftrag von Familiengerichten zu folgenden Problemlagen erstellt:
 

  • die elterliche Sorge nach Trennung und Scheidung
  • den Aufenthalt von Kindern nach Trennung und Scheidung
  • den Umgang von Kindern mit wichtigen Bezugspersonen
  • die Erziehungskompetenz von Eltern
  • mögliche Gefährdung des Kindeswohls und Sorgerechtsentzug
  • die Frage nach Herausnahme oder Verbleiben eines Kindes aus bzw. in einer Familie
  • die Adoption Minderjähriger
  • die Rückführung eines Kindes nach dem Haager Übereinkommen (Gutachten im HKÜ-Verfahren)

Der Sachverständige wird vom Gericht ausgewählt, wobei gemeinsame Vorschläge der Parteien zu berücksichtigen sind (§ 404 ZPO). Er ist "Gehilfe" des Gerichts, das seine Tätigkeit leitet und ihm hinsichtlich Umfang und Art Weisungen erteilen kann (§ 404 aZPO).

Aus der juristischen Fragestellung werden spezifische psychologische Fragestellungen entwickelt und beantwortet. Dies ist die Grundlage, um zu der vom Gericht gestellten Beweislage Stellung zu nehmen.
Die Begutachtungen in familienrechtlichen Fragestellungen erfolgen unter Einsatz eines lösungsorientierten und konfliktmindernden Konzepts intervenierend-diagnostischen Vorgehens. Transparenz und Offenlegung des gutachterlichen Vorgehens gegenüber den beteiligten Eltern und Kindern sowie dem Gericht sind somit ein wesentliches Qualitätsmerkmal.

 
Sind einvernehmliche Lösungen zum Wohl des Kindes möglich, werden sie gefördert. Dies kann die Belastungen des Kindes mindern und die Handlungskompetenzen der Bezugspersonen erweitern. Differenzierte Diagnostik ist dabei eine notwendige Voraussetzung auch die Genauigkeit der gutachtlichen Empfehlung.

 
Für besondere Problemkonstellationen wird die erforderliche spezifische Fachkompetenz eingebracht, wenn z.B. der Verdacht auf sexuellen Missbrauch eine Rolle spielt und die Glaubhaftigkeit von Aussagen zu beurteilen ist. Erfolgt dies vom gleichen Gutachter, werden dem Kind zusätzliche Belastungen erspart.

 

Literatur:
 

Balloff, R. (2004). Kinder vor dem Familiengericht.
München: Reinhardt

 

Dettenborn, H. & Walter, E. (2002). Familienrechtspsychologie. München: Reinhardt

Salzgeber, J. (2005). Familienpsychologische Gutachten. Rechtliche Vorgaben und sachverständiges Vorgehen. München: Beck


Westhoff, K., Terlinden-Arzt, P. & Klüber, A. (2000). Entscheidungsorientierte psychologische Gutachten für das Familiengericht.
Berlin: Springer

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